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Nicht nur, dass die Bahnen von Materieteilchen durch Verzerrungen der Raumzeit beeinflusst werden - die Anwesenheit der Materie ist es, die ihrerseits diese Verzerrungen erst hervorruft! In Einsteins Universum spielt sich damit ein immerwährender Reigen ab, bei dem Materie und
Raumzeit sich gegenseitig beeinflussen: Eine gegebene Materieanordnung
verzerrt die Geometrie der Raumzeit (und das, nebenbei bemerkt,
nicht nur über ihre Masse, sondern beispielsweise auch über
Energie, innere Spannung oder Druck); die Geometrie der Raumzeit bestimmt,
wie sich die Materie weiterbewegt. Entsprechend der durch die Bewegung leicht
veränderten Materiekonfiguration verändert sich auch die
Raumzeitgeometrie, diese veränderte Geometrie beeinflusst die weitere
Bewegung der Materie nun etwas anders als vorher, und so weiter, und so
fort.
Wäre Einsteins Bild einfach nur eine andere Interpretation
der Newtonschen Gravitation, so wäre es eine hübsche Erkenntnis,
aber kaum weltbewegend. Tatsächlich führt Einsteins Theorie zu
Vorhersagen, die sich von denen des Newtonschen Modells zum Teil sehr
deutlich unterscheiden. Vom Einsteinschen Standpunkt aus gibt die
Newtonsche Gravitationstheorie lediglich einen kleinen Ausschnitt der
Gravitationswirkung wieder - eine bestimmte, durch die Anwesenheit von Masse bedingte Verzerrung der Zeit, durch die sich die geradestmöglichen Raumzeitbahnen zu den
üblichen Umlaufbahnen und Fallparabeln verformen.
Die Verzerrung des Raums, der verzerrende Einfluss von Energie und Druck
sowie eine genau festgelegte Rückkopplung, eine Art Rückwirkung
der Raumzeitverzerrung auf sich
selbst - all diese Einsteinschen Effekte bleiben bei Newton außen
vor.
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