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Die Raumzeitstörung, die sich fortpflanzt, ist eine bestimmte Art
der Abstandsverzerrung, und die Wirkung einer Gravitationswelle besteht denn
auch darin, die räumlichen Abstände zwischen frei fallenden
Objekten rhytmisch zu verzerren.
Für den einfachsten Fall einer solchen Welle lässt sich die
Verzerrung wie folgt veranschaulichen. Angenommen, wir befinden uns einmal
mehr im Weltraum, fernab aller Gravitationsquellen. Auf dem Fussboden
unserer Raumschiffkabine legen wir aus verschiedenfarbigen
Sandkörnern das folgende Mandala-Bild:
Wohlgemerkt handelt es sich bei den einzelnen Sandkörnern um freie
Teilchen, die schwerelos über dem Fussboden unserer Kabine schweben.
Eine einfache Gravitationswelle, die durch dieses Mandala läuft,
verzerrt die Abstände zwischen den Sandteilchen so, wie in der
folgenden animierten Abbildung zu sehen. In dem dargestellten Fall läuft
die Welle aus Richtung des Computerbildschirms auf den Betrachter zu und
durchquert dabei das Mandala.
[Da die Abbildung 118 kB groß ist, kann es
je nach Internetverbindung
zu einer Verzögerung kommen, bis das Bild geladen ist.]
Das Zusammenspiel von Verlängerungen und Verkürzungen der
Abstände - Streckung in die eine Richtung, gleichzeitige
Stauchung in die andere - und der Umstand, dass die Verzerrungen
in einer Ebene senkrecht zur Ausbreitungsrichtung stattfinden, sind
allgemeine Eigenschaften von Gravitationswellen.
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