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Ein expandierendes Universum geht mit optischen Effekten einher,
über die die Astronomen der Raumexpansions ab den 1920er Jahren
überhaupt erst auf die Spur kommen konnten.
Exakt beschreiben lassen sich diese Effekte nur, wenn man die
Expansion des Universums geometrisch beschreibt, so, wie es sich im
Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie gehört.
Näherungsweise lassen sie sich aber auch ableiten, wenn wir die
Abstandsänderungen nicht als Veränderung der Geometrie
betrachten, sondern als "Bewegung" der beteiligten Galaxien, so,
wie bei der Ableitung der Hubble-Beziehung geschehen.
Dann nämlich kann man den so genannten
Dopplereffekt
ins Spiel bringen den die
meisten von uns aus dem Alltag kennen: Die Töne des Tatü-Tata eines
Einsatzfahrzeugs klingen höher, wenn sich das Fahrzeug auf uns zubewegt
und werden abrupt tiefer, wenn das Fahrzeug an uns vorbeifährt und sich
nunmehr von uns wegbewegt. Die analoge Frequenzveränderung für
Lichtwellen entspricht einer Verschiebung hin zum blauen Ende des
Spektrums, wenn sich die Lichtquelle
auf uns zu bewegt, und zum roten Ende, wenn sie sich von uns entfernt.
Die Hubble-Beziehung, nach der sich Galaxien aufgrund der Expansion
umso schneller von uns weg bewegen, je weiter sie bereits von uns entfernt
sind, wird damit zu einer Entfernungs-Rotverschiebungsbeziehung: Je weiter
eine Galaxie von uns entfernt ist, umso stärker sollte ihr Licht in
Richtung des roten Endes des Spektrums verschoben sein.
Die folgende Abbildung zeigt das 100-Inch-Teleskope des Mount
Wilson-Observatoriums in Kalifornien:

[© The Huntington Library, San Marino, California. Used with permission]
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An diesem Teleskop fand Edwin Hubble erstmals den Zusammenhang zwischen
den Entfernungen und den Rotverschiebungen ferner Galaxien, der die
Physiker auf den Weg hin zu relativistischen Modellen eines expandierenden
Universums führte.
Für entferntere Galaxien wird wichtig, dass die Lichtwellen auch auf
ihrem weiteren Weg durch den Kosmos von der Expansion in die Länge
gezogen werden. Systematische Beobachtungen der
Entfernungs-Rotverschiebungsrelation erlauben es, die freien Parameter
zu bestimmen, die Einsteins Modelle offenlassen, insbesondere
die mittlere Dichte des gesamten Weltalls. Sind diese Parameter bestimmt,
dann ergeben sich aus den kosmologischen Modellen weitere Vorhersagen,
etwa für die Häfigkeitsverteilung ferner Galaxien, anhand derer
sich die Modelle auf die Probe stellen lassen. Bislang hat die Einsteinsche
Kosmologie jeden dieser Tests bestanden.
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