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Derjenige Ansatz für eine Theorie der Quantengravitation, an dem
derzeit am intensivsten geforscht wird, ist die so genannte
Stringtheorie. Sie ist eine Weiterentwicklung der herkömmlichen
Modelle der Elementarteilchenphysik, allerdings mit einem entscheidenden
Unterschied: Ihre Grundbestandteile sind nicht Punktteilchen, sondern
eindimensionale Objekte, die namensgebenden Fäden, englisch
strings.
Im Gegensatz zu Punktteilchen können Strings in sich schwingen, wie
in der folgenden Animation skizziert:

[Animation © Thomas Klose, AEI]
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Kerngedanke der Stringtheorie ist, dass die Vielfalt der möglichen
Schwingungszustände Hintergrund der Vielfalt der Materie- und
Kraftteilchen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik erklärt. Vereinfacht ausgedrückt:
Es gibt nur eine Sorte String, aber je nachdem, wie dieser winzige String
in sich schwingt, hat er die Eigenschaften eines Elektrons, eines Photons,
einer bestimmten Sorte Quark oder eines der anderen Elementarteilchens. Ein Schwingungszustand
der Stringtheorie, so lässt sich allgemein zeigen, entspricht automatisch
den Eigenschaften eines Gravitons, eines Trägerteilchens der
Gravitation - aber ohne, dass daraus dieselben Schwierigkeiten erwüchsen
wie bei den Versuchen, die Schwerkraft in die herkömmlichen
Quanten-Krafttheorien einzubauen. Damit ist die Stringtheorie zum einen
natürlicher Kandidat für eine Quantentheorie der Gravitation, zum
anderen aber noch weit mehr: Sie verspricht eine vereinheitlichte Beschreibung
aller Kräfte und aller Materieteilchen - die ganze Welt als Produkt
der Harmonie der Stringschwingungen!
Eine konsistente Formulierung der Stringtheorie bringt allerdings auch
einige Merkwürdigkeiten mit sich. So ist dafür zwingend die
Existenz von sechs, in einigen Modellen sogar sieben mehr Raumdimensionen
nötig als jener drei Raumdimensionen, die wir aus dem Alltag kennen.
Dafür, dass wir die Extradimensionen nicht wahrnehmen, gibt es mehrere
Erklärungen: Entweder, sie sind in komplizierter Weise zusammengerollt,
oder aber wir leben auf einer "Bran", einem dreidimensionalen Raum, der
in die höherdimensionalen Räme eingebettet ist wie die zweidimensionale
Fläche einer Tischdecke in den dreidimensionalen Alltagsraum. Mehr zur
merkwürdigen Welt der Extradimensionen findet sich im Abschnitt
Relativität und Quanten der
Vertiefungsthemen.
Weiter geht's mit: Fazit
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