Fahrenheit-Temperaturskala
In den USA übliche Alltags-Temperaturskala,
Temperatur werden in Fahrenheit (F) angegeben;
definiert dadurch, dass ihr Nullpunkt bei der tiefsten im Winter
1708/1709 gemessenen Aussentemperatur von Fahrenheits Heimatstadt
Danzig liegt und 100 Fahrenheit bei der menschlichen Körpertemperatur
liegen.
Beziehung zur in Mitteleuropa üblicheren
Celsius-Skala: X Fahrenheit sind
(X-32)*5/9 Grad Celsius, Y Grad Celsius sind Y*9/5 +32 Fahrenheit.
Beziehung zur in der Physik üblichen
Kelvin-Skala: X Fahrenheit sind
(X+459,67)*5/9 Kelvin, Y Kelvin sind Y*9/5-459,67 Fahrenheit.
Fall, freier
Siehe freier Fall
Falschfarbenbild
Nur ein kleiner Teil astronomischer Beobachtungen betrifft
Licht, also elektromagnetische Strahlung, die das menschliche Auge
sehen kann. Um das Erscheinungsbild von Himmelsausschnitten
in anderen Wellenlängenbereichen, etwa
im Infrarotlicht, im
Radiobereich oder im
Röntgenlicht,
anschaulich darzustellen, werden den verschiedenen Wellenlängen
willkürlich Farben zugeordnet.
In ähnlicher Weise lassen sich auch Größen in
Farben übersetzen, die überhaupt keiner elektromagnetischen
Strahlung entsprechen
Feld, Feldtheorie
Die Gesamtheit der Krafteinflüsse, die in einer gegebenen Region
auf kleine Testkörper wirken. Die
elektrischen Kräfte, die ein elektrisch geladener Körper auf
Testkörper ausüben würde, die man in seine Nähe bringt,
definieren das elektrische Feld in seiner Umgebung, die
Gravitationskräfte, die eine
Massekugel auf kleine Testkörper in ihrer Nähe ausübt
das Gravitationsfeld der Kugel. Wichtig ist, dass sich das Feld als eigenständige physikalische Größe auffassen lässt, die überall im Raum definiert ist (also den Raum erfüllt) und der man auch
Energie zuschreiben muss. Theorien, die die Dynamik und Entwicklung bestimmter Felder beschreiben, heißen Feldtheorien - ein Beispiel ist die Maxwellsche Beschreibung des Elektromagnetismus. Nähere Informationen zum Begriff des Feldes bietet das Vertiefungsthema Von der Kraft zum Feld.
Fermion
Sammelbegriff für Quantenteilchen, die einen
halbzahligen Spin
besitzen, also etwa Spin 1/2, 3/2 oder 5/2.
Für die Elementarteilchen gilt: Unter
ihnen sind die Fermionen gerade die Materieteilchen, etwa
Elektronen oder
Quarks,
während die Botenteilchen, die für die
Übertragung von Kräften
zuständig sind, so genannte Bosonen sind.
Ganz allgemein gilt für Fermionen das so genannte
Pauli-Prinzip.
Salopp gesagt: Es können sich niemals zwei Elektronen am selben Ort
befinden. Etwas genauer: Es können sich niemals zwei Elektronen im gleichen
Zustand befinden. Das trägt entscheidend zu den Materieeigenschaften
bei: Erst der Umstand, dass sich eben nicht alle Elektronen
eines Atoms gleichzeitig
in dem Zustand geringster Energie ganz nahe am Atomkern befinden können, sondern
sich die Elektronen auf andere Zustände verteilen, führt zu den verschiedenen chemischen Eigenschaften von Atomen mit unterschiedlich vielen Elektronen, auf denen die gesamte Chemie basiert.
Fernkraft, Fernwirkung
Eine Kraft oder ein Einfluss, der von einem Ort zum anderen wirkt, ohne, dass dazu eine materielle Verbindung nötig wäre - mittels
elektrischer Kräfte
oder der Gravitationskraft
beispielsweise können sich auch weit auseinanderliegende
Körper im leeren Raum gegenseitig beeinflussen.
Oder: Eine Kraft oder ein Einfluss, der instantan von einem Ort zum anderen wirkt, ohne dass es aufgrund der Entfernung zu einer Zeitverzögerung käme. Willkürlich steuerbare Fernkräfte dieser Art widersprechen dem relativistischen Konzept der Kausalität.
Fernkräfte werden in der modernen Physik typischerweise als Wirkungen so genannter Felder beschrieben (wie Kraft und Feld zusammenhängen beschreibt das Vertiefungsthema Von der Kraft zum Feld).
Festkörper
Zustandsform (Aggregatzustand) der Materie,
bei dem die Atome
beziehungsweise Moleküle so fest aneinander
gebunden sind, dass insgesamt ein fest zusammenhängendes Gebilde entsteht.
Im Gegensatz etwa zu einer Flüssigkeit, die ihre Form
jedem Behälter, in den man sie füllt, sofort anpassen, behalten Festkörper
ihre Form bei.
Vergleiche auch die anderen Aggregatzustände:
Flüssigkeit,
Gas,
Plasma.
Flach
Flach ist ein Raum,
wenn in ihm die verallgemeinerten Gesetze der aus der Schule bekannten,
Euklidischen
Geometrie gelten. Ein flacher zweidimensionaler Raum ist eine
Ebene, und in sehr
guter Näherung ist auch der dreidimensionale Raum, den wir aus dem Alltag
gewohnt sind, flach.
Gegensatz eines flachen ist ein gekrümmter Raum.
Fläche
Gebilde mit zwei Dimensionen. Beispiele sind die
Ebene oder die
Oberfläche einer Kugel.
Flüssigkeit
Zustandsform (Aggregatzustand) der Materie,
in dem die Atome
und Moleküle aus denen
die Materie besteht, zwar aneinander gebunden sind (im Gegensatz zum
Gas), aber so locker, dass
die Materie keinerlei Formstabilität besitzt: Füllt man eine Flüssigkeit in
ein Gefäß, so gleicht sie ihre Form der Gefäßform an (im Gegensatz
zum Festkörper).
Vergleiche auch die anderen Aggregatzustände:
Festkörper,
Gas,
Plasma.
freier Fall, freie Teilchen
Wenn auf einen Körper außer der Gravitation keine weiteren Kräfte wirken (insbesondere keine Kräfte, die ihn daran hindern, der Gravitationswirkung nachzugeben und zu fallen), dann sagt man, er befinde sich im freien Fall; ein Teilchen im freien Fall heisst dementsprechend "freies Teilchen".
Frei fallende Körper an ein und demselben Ort in einem gegebenen Gravitationsfeld fallen mit derselben Beschleunigung - diese so genannte Universalität des freien Falls war einer der Ausgangspunkte für Einsteins Entwicklung seiner Allgemeinen Relativitätstheorie.
Im Gegensatz zu unserer Alltagserfahrung muss freier Fall dabei nicht heißen, dass die betreffenden Objekte in irgendeine bestimmte Richtung beschleunigt werden - fernab von allen Gravitationsquellen treiben freie Teilchen einfach so mit konstanter Geschwindigkeit durch den Raum oder sie ruhen relativ zu einem ebenfalls frei treibenden Beobachter. An solchen freien Teilchen lässt sich beispielsweise die Wirkung von Gravitationswellen besonders einfach demonstrieren.
Frequenz
Maß für die Schnelligkeit einer Schwingung, definiert als Kehrwert der
Schwingungsdauer: Ein Schwingungsvorgang, der für eine Schwingung
0,1 Sekunden benötigt hat die Frequenz 1/0,1 Sekunden = 10 Hz.
(Die Maßeinheit Hertz, abgekürzt Hz, ist definiert als
1 Hz = 1/Sekunde.)
Für eine Welle ist die Frequenz dadurch gegeben, wieviele Wellenberge
pro Sekunde am Beobachter vorbeistreichen. Zehn vorbeistreichende Wellenberge
pro Sekunde entsprechen wiederum einer Frequenz von 10 Hz.
Fusion
Siehe Eintrag Kernfusion
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