Hawking-Strahlung
Wärmestrahlung, wie sie Schwarze Löcher aufgrund von Quanteneffekten abstrahlen sollten.
Erstmals berechnet von dem britischen Physiker Stephen Hawking in den 1970er Jahren. Die charakteristische Temperatur der Strahlung heisst
auch Hawking-Temperatur.
Hawking-Temperatur
Charakteristische Temperatur der Hawking-Strahlung
eines Schwarzen Lochs. Für einfache, kugelsymmetrische Löcher beträgt sie
TH = 6 mal 10-8 (Sonnenmasse/Masse des Schwarzen Lochs) Kelvin.
[Probleme mit Ausdrücken wie 10-8? Siehe
Stichwort Zehn-Hoch-Schreibweise.]
Heisenbergsche Unschärferelation
Grundlegendes Gesetz der Quantentheorie: Alle physikalischen Größen, die sich irgend messen lassen, bilden Paare. Wird eine der
Partnergrößen mit sehr hoher Präzision gemessen, ist die andere zwangsläufig
nur sehr ungenau bekannt. Beide Partnergrößen zusammen lassen sich nicht präzise bestimmen.
Ein Beispiel für ein solches Paar sind der Ort und die Geschwindigkeit
eines Quantenteilchens: Will man
den Ort des Teilchens sehr genau messen, stört man damit seine Geschwindigkeit; misst man die Geschwindigkeit hochgenau, dann ist unklar, wo sich das Teilchen befindet.
Helium
Helium ist nach Wasserstoff das zweitleichteste Element. Sein Atomkern besteht aus zwei Protonen und üblicherweise zwei Neutronen. Helium-Atomkerne werden auch
Alpha-Teilchen genannt.
Hertz
Einheit für die Frequenz, Abkürzung Hz. Ein Hertz entspricht einer Schwingung pro Sekunde.
HII-Region
Siehe unten.
Himmelsmechanik
Die Lehre von den Gesetzen, die die Bewegung der Himmelsobjekte
bestimmen. Ursprünglich unabhängig von der Bewegungslehre
für Objekte auf der Erde formuliert (beispielsweise
Keplersche Gesetze) ist sie seit
Newton, der die kosmischen Bewegungsgesetze
aus seinen Grundgesetzen der Bewegung und seinem Gravitationsgesetz
ableitete (siehe klassische Mechanik), Unterkapitel einer allgemeineren Mechanik.
Für die meisten astronomischen Anwendungen ist die Newtonsche
Mechanik ausreichend; bei sehr genauen Messungen oder im Einflußbereich
starker Gravitationsfelder wird die Himmelsmechanik von den
relativistischen Bewegungsgesetzen
der Einsteinschen Allgemeinen Relativitätstheorie
bestimmt.
Hintergrundstrahlung, kosmische
Elektromagnetische Reststrahlung aus der heißen
Frühzeit unseres Universums. Erstmals vorhergesagt durch
die auf der allgemeinen Relativitätstheorie
basierenden Urknallmodelle; in den
1960er Jahren durch Radiobeobachtungen nachgewiesen.
Wie sich anhand der Hintergrundstrahlung die Raumkrümmung unseres Universums nachweisen lässt ist Inhalt des Vertiefungsthemas Kosmischer Schall und die Krümmung des Raums.
Horizont
In der Allgemeinen Relativitätstheorie: Grenze, welche die Raumzeit in zwei Bereiche trennt, wobei für einen dieser Bereiche gilt, dass nichts, was darin geschieht, die Geschehnisse in dem zweiten Bereich irgendwie beeinflussen kann. Der bekannteste Spezialfall ist die geschlossene Fläche, die ein Schwarzes Loch begrenzt.
Oft werden die Begriffe "Horizont" und "Ereignishorizont" synonym
verwendet. Genaugenommen ist der Ereignishorizont nur eine
Möglichkeit, den Horizont zu definieren, nämlich als Grenze,
von der aus kein Teilchen (und auch kein Licht) nach dem Überschreiten jemals ins
Unendliche entkommen kann. Eine andere Art von Horizont ist der so
genannte scheinbare Horizont - kein Teilchen (und kein Licht), das diese
Grenze überschritten hat, kann jemals wieder außerhalb des
scheinbaren Horizonts gelangen.
Hubble-Beziehung, Hubble-Effekt, Hubble-Konstante, Hubble-Relation
In einem Universum, das sich ausdehnt wie das Weltall der
Urknallmodelle
gilt für jeden Beobachter auf einer der frei fallenden Galaxien automatisch:
Die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien um ihn herum ist proportional zu
ihrem Abstand; je weiter eine Galaxie bereits von ihm entfernt ist, umso mehr nimmt dieser Abstand in einem gegebenen Zeitraum zu. Dieser Zusammenhang, den der Astronom Edwin Hubble in den 1920er Jahren erstmals durch Beobachtungen an entfernten Galaxien nachweisen konnte, heisst Hubble-Beziehung oder Hubble-Relation; der Umstand, dass dieser Zusammenhang auftritt heißt
Hubble-Effekt; die Proportionalitätskonstante heißt Hubble-Konstante.
Eine Veranschaulichung des Hubble-Effekts findet sich auf der Seite
Kosmos auf Expansionskurs im Kapitel Kosmologie von Einstein für Einsteiger.
In aller Strenge gilt die Hubble-Relation nur für Universum, deren Expansion sich weder beschleunigt noch verlangsamt. In unserem eigenen Universum gilt sie in sehr guter Näherung für Galaxien, die nicht allzuweit von uns entfernt sind.
Hubble Weltraumteleskop
Kooperationsprojekt der NASA und der ESA: Weltraumteleskop,
das seit 1990 in 600 Kilometer über der Erde (und daher durch die Atmosphäre weit weniger behindert als Teleskope auf dem Erdboden) astronomische
Beobachtungen durchführt.
Webseiten
des Space Telescope Science Institute (der Betreiber des Hubble-Teleskops)
HII-Regionen
HII-Regionen (sprich: "H-Zwei-Regionen") sind Gebiete unserer oder anderer Galaxien,
die größe Mengen an ionisiertem Wasserstoff enthalten, also an Wasserstoff, bei dem das Elektron sich vom Atomkern gelöst hat.
Typischerweise bilden sich in HII-Regionen neue Sterne.
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