Paarerzeugung, Paarvernichtung
Im Rahmen von relativistischen Quantenfeldtheorien sind Prozesse erlaubt, bei denen ein Teilchen
und ein entsprechendes Antiteilchen zusammentreffen und sich
in elektromagnetische Strahlung verwandeln (Paarvernichtung) und umgekehrt Prozesse, bei denen
aus elektromagnetischer Strahlung ein Teilchen und ein entsprechendes Antiteilchen entstehen (Paarerzeugung).
Diese Prozesse zeigen, dass sich tatsächlich alle mit der
Masse von Materieteilchen gemäß Einsteins Masse-Energie-Äquivalenz verbundene Energie in andere Energieformen (eben elektromagnetische Strahlungsenergie) umwandeln kann.
Pauli-Prinzip, Paulisches Ausschließungsprinzip, Pauli-Verbot
Grundprinzip der Quantentheorie, das besagt,
dass sich niemals zwei Fermionen im gleichen Zustand befinden dürfen. Beispielsweise können sich niemals zwei Fermionen mit denselben Eigenschaften am gleichen Ort aufhalten. Erstmals formuliert wurde dieses Prinzip von dem Physiker Wolfgang Pauli.
Da zu den Fermionen insbesondere die Elektronen zählen, bestimmt das Pauli-Prinzip ganz entscheidend die Eigenschaften der uns umgebenden Materie:
Erst der Umstand, dass sich eben nicht alle Elektronen eines Atoms gleichzeitig in dem Zustand geringster Energie ganz nahe am Atomkern befinden können, sondern sich die Elektronen auf andere Zustände verteilen, führt zu den verschiedenen chemischen Eigenschaften von Atomen mit unterschiedlich vielen Elektronen, auf denen die gesamte Chemie basiert.
Parametrisierte Post-Newtonsche Näherung (PPN)
Ein Formalismus, der es für Situationen mit vergleichsweise schwacher Gravitation erlaubt, Abweichungen von den Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie anhand von Zahlenwerten (den Werten der namensgebenden Parameter) auszudrücken. Umgekehrt kann so erfasst werden, wie genau diese Vorhersagen mit Beobachtungen übereinstimmen. Der Formalismus basiert auf der so genannten ersten post-Newtonschen Näherung.
Weitere Informationen bietet das Vertiefungsthema Ein Prüfstand für die Allgemeine Relativitätstheorie.
Parsec
Astronomische Längeneinheit; es gilt (gerundete Werte):
Abkürzung: pc.
Parsec ist ein Kurzwort für "Parallaxensekunde".
passive schwere Masse
Siehe schwere Masse
Perihel
Sonnennächster Punkt der Bahn eines Planeten oder anderen Himmelskörpers um die Sonne.
Aus Sicht der Allgemeinen Relativitätstheorie interessant aufgrund des Effekts der
relativistischen Periheldrehung.
Periheldrehung, relativistische
Für die Planetenbahnen treffen
Newtonsche
Gravitationstheorie und
Allgemeine Relativitätstheorie
leicht unterschiedliche Aussagen. In der Newtonschen Theorie ist
beispielsweise die Bahnkurve eines einsamen, um einen Stern kreisenden
Planeten im allgemeinen eine Ellipse,
in der Relativitätstheorie dagegen eine Art Rosette, also eine Art
Ellipsenbahn, die sich bei jedem Umlauf im ganzen etwas weiterdreht. Da sich dabei auch der sonnennächste Punkt der Bahn, das Perihel, etwas weiterdreht, heisst diese zusätzliche Bewegungskomponente relativistische Periheldrehung.
Ein Bild dazu zeigt die Seite Planet auf Abwegen im Kapitel Allgemeine Relativitätstheorie von
Einstein für Einsteiger.
Perimeter Institute for Theoretical Physics
Auf private Initiative hin gegründetes Institut für Grundlagenforschung in der Theoretischen Physik in Waterloo, Kanada. Hauptforschungsgebiete sind Quantengravitation, die Grundlagen der Quantentheorie und Quantencomputer.
Webseiten des Perimeter Institute
Pfadintegral
Eine Rechentechnik der Quantentheorie. Grob gesagt ergibt sich dabei die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses (beispielsweise, dass ein Teilchen den Ort A zur Zeit t erreicht) aus einer Art Summe über alle möglichen Entwicklungen, aus denen sich das betreffenden Ereignis ergeben kann (in unserem Beispiel alle Arten und Weisen, wie sich das Teilchen bewegen kann, so dass es zur Zeit t den Ort A erreicht).
Eine kurze Beschreibung der Pfadintegralformulierung der Quantentheorie bietet das Vertiefungsthema Auf allen möglichen Wegen zum Ziel.
Photoeffekt, photoelektrischer Effekt
Wenn Licht auf ein Metall fällt, kann es aus den Metall
atomen
Elektronen herausschlagen.
Das ist der Photoeffekt, und seine Eigenschaften - wie hängen Anzahl und
Energie der Elektronen
von der Frequenz und
Intensität des Lichts ab? - lassen sich nur erklären, wenn man annimmt,
Licht sei keine bloße elektromagnetische Welle sondern bestünde aus einer Art Lichtteilchen. Mit dieser Annahme ebnete
Einstein im Jahre 1905 den Weg für die spätere Entwicklung der
Quantenmechanik.
Photon
Synonym: Lichtteilchen. In der
Quantentheorie ist
Licht keine kontinuierliche elektromagnetische Welle
sondern ein steter Strom von winzigen Energiepaketen, den Photonen.
Photonenradius
In einem bestimmten Abstand von einem kugelsymmetrischen Schwarzen Loch ist die
Lichtablenkung aufgrund der Gravitationswirkung des Loches so groß, dass Licht sich auf geschlossenen Kreisbahnen bewegen kann - Photonen (Lichtteilchen) können in diesem Abstand um das Schwarze Loch kreisen wie ein Planet um die Sonne. Der Abstand heißt dementsprechend Photonenradius.
Für einen Beobachter, der sich am Photonenradius aufhält, bedeutet das, dass er seinen eigenen Hinterkopf sehen kann (oder zumindest einen Ausschnitt davon) - dann nämlich, wenn das von seinem Hinterkopf ausgesandte Licht einmal um das Schwarze Loch und ihm von vorne wieder in die Augen fliegt.
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Das Metrologie-Institut der Bundesrepublik Deutschland mit Standorten Braunschweig und Berlin, zuständig sowohl für die
Festlegung und Überwachung der offiziellen Maßeinheiten als auch für die Festlegung der einheitlichen Zeit. Um das offizielle Funk-Zeitsignal und mehr geht es im Vertiefungsthema Zeitbestimmung mit Radiosignalen - von der Funkuhr zur Satellitennavigation.
Webseiten der PTB
Pierrre-Auger-Observatorium
Observatorium zur Beobachtung hochenergetischer kosmischer Strahlung; Standort ist das westliche Argentinien. Im Zusammenhang mit der relativistischen Physik ist dabei unter anderem interessant, dass die kosmische Strahlung winzige Schwarze Löcher erzeugen könnte (siehe das Vertiefungsthema Schwarze Löcher in Teilchenbeschleunigern?).
Deutsche Webseiten des Pierre-Auger-Observatoriums
Planck-Einheiten
Natürliche Einheiten für Länge, Zeit, Energie und Masse, die sich jeweils
als geeignete Kombination der grundlegenden
Naturkonstanten ergeben, die die Raum-Zeit-Struktur, die Stärke der Gravitation und die Quantenwelt regieren, nämlich der Gravitationskonstanten, des
Planckschen Wirkungsquantums und der Lichtgeschwindigkeit.
Siehe:
Planck-Länge,
Planck-Zeit,
Planck-Energie,
Planck-Masse.
Planck-Energie
Natürliche Energiemenge, die sich allein aus Kombination der grundlegenden
Naturkonstanten ergibt, die die Raum-Zeit-Struktur, die Stärke der Gravitation und die Quantenwelt regieren, nämlich der Gravitationskonstanten, des
Planckschen Wirkungsquantums und der Lichtgeschwindigkeit. Überall dort, wo Elementarteilchen solche Energie erreichen, sollten sowohl Effekte der Quantentheorie wie auch Effekte
der Allgemeinen Relativitätstheorie wichtig werden, kurz: solche Situationen sollten sich nur durch eine Theorie der
Quantengravitation beschreiben lassen.
Vergleiche: Planck-Masse,
Planck-Länge,
Planck-Zeit.
Planck-Konstante
Siehe Plancksche Konstante.
Planck-Länge
Natürlicher Längenwert, der sich als Kombination der grundlegenden
Naturkonstanten ergibt, die die Raum-Zeit-Struktur, die Stärke der Gravitation und die Quantenwelt regieren, nämlich der Gravitationskonstanten, des
Planckschen Wirkungsquantums und der Lichtgeschwindigkeit.
Die Planck-Länge beträgt ungefähr 1,6 mal 10-35
Meter.
[Probleme mit Ausdrücken wie 10-35? Siehe Stichwort
Zehn-Hoch-Schreibweise]
Bei Größenskalen dieser Länge sollten sowohl Effekte der Quantentheorie wie auch Effekte
der Allgemeinen Relativitätstheorie wichtig werden, kurz: was dort vor sich geht sollte sich nur durch eine Theorie der
Quantengravitation beschreiben lassen.
Vergleiche: Planck-Zeit,
Planck-Energie,
Planck-Masse,
Planck-Masse
Natürlicher Massenwert, der sich allein aus Kombination der grundlegenden
Naturkonstanten ergibt, die die Raum-Zeit-Struktur, die Stärke der Gravitation und die Quantenwelt regieren, nämlich der Gravitationskonstanten, des
Planckschen Wirkungsquantums und der Lichtgeschwindigkeit. Gemessen an Alltagsmassen ist die Planck-Masse sehr klein, nämlich nur rund 2 Hunderttausendstel Gramm. Ist diese Masse dagegen in einem einzigen
Elementarteilchen konzentriert, sollten sowohl Effekte der Quantentheorie wie auch Effekte
der Allgemeinen Relativitätstheorie wichtig werden, kurz: solch ein Teilchen sollte sich nur durch eine Theorie der
Quantengravitation beschreiben lassen.
Vergleiche: Planck-Energie,
Planck-Länge,
Planck-Zeit.
Plancksche Konstante, Plancksches Wirkungsquantum
Synonym: Plancksches Wirkungsquantum. Grundlegende Konstante
in der Quantentheorie mi
t der Einheit Energie mal Zeit. Die Energie eines
Photons beispielsweise ist gleich seiner
Frequenz mal der Planckschen Konstanten. Formelsymbol: h.
Plancksches Strahlungsgesetz, Planck-Spektrum
Das Plancksche Strahlungsgesetz ist das grundlegende Gesetz für die einfachste Form der Wärmestrahlung - der Strahlung eines Schwarzen Körpers. Es beschreibt das Spektrum dieser Strahlung allein in Abhängigkeit von universellen Konstanten und einem einzigen Parameter - der Temperatur des Körpers. Ein Spektrum der betreffenden Form wird auch Planck-Spektrum genannt.
Einige weitere Informationen sowie eine Abbildung der Form des Planck-Spektrums bietet das Vertiefungsthema Warum man Wärme sehen kann.
Planck-Zeit
Natürliches Zeitintervall, das sich als Kombination der grundlegenden
Naturkonstanten ergibt, die die Raum-Zeit-Struktur, die Stärke der Gravitation und die Quantenwelt regieren, nämlich der Gravitationskonstanten, des
Planckschen Wirkungsquantums und der Lichtgeschwindigkeit.
Die Planck-Zeit beträgt rund 5 mal 10-44
Sekunden und ist die Zeit, die Licht benötigt um eine Strecke der Länge eine
Planck-Länge zurückzulegen.
[Probleme mit Ausdrücken wie 10-44? Siehe Stichwort
Zehn-Hoch-Schreibweise]
Bei Zeitskalen dieser Dauer - beispielsweise bei einem
Weltalter von der Größenordnung der Planck-Zeit in den Urknallmodellen -
sollten sowohl Effekte der Quantentheorie wie auch Effekte
der Allgemeinen Relativitätstheorie wichtig werden, kurz: so kurze Geschehnisse sollten
sich nur durch eine Theorie der
Quantengravitation beschreiben lassen.
Vergleiche: Planck-Länge,
Planck-Energie,
Planck-Masse,
Planet
Größere Begleiter eines Sterns, die selbst weder
Sterne sind noch es je waren. Die Planeten unseres Sonnensystems sind, von der Sonne
aus aufgezählt: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus,
Neptun und Pluto. Am Nachthimmel machen sich Planeten dadurch bemerkbar,
dass sich ihre Position relativ zu dem unveränderlichen Muster der
Sterne mit der Zeit verändert - der Begriff kommt denn auch von einem
griechischen Wort für "umherschweifend", und ein anderer Ausdruck für
Planet ist "Wandelstern".
Plasma
Zustandsform (Aggregatzustand) der Materie,
in der die Atome weitgehend oder sogar vollständig in
Elektronen und
Atomkerne aufgespalten
sind, die in einem energiereichen Gemisch durcheinanderfliegen.
Vergleiche die anderen Aggregatzustände:
Gas,
Flüssigkeit und
Festkörper.
Polarisation
Besonders einfache Wellen
lassen sich durch ihre
Ausbreitungsrichtung und -geschwindigkeit, Schwingungsfrequenz und Amplitude vollständig beschreiben. Für andere einfache Wellen reichen diese Größen nicht ganz aus - zusätzlich muss noch angegeben werden, wie der charakteristische Schwingungsvorgang der Welle im Raum orientiert ist. Diese Orientierung heißt Polarisation: Bei elektromagnetischen Wellen
definiert sie die Richtungen des elektrischen und magnetischen Feldes der Welle, bei Gravitationswellen die
Lage derjenigen beiden senkrecht aufeinanderstehenden Richtungen, in denen räumliche
Abstände beim Durchgang der Welle maximal gestaucht und gestreckt
werden.
Positron
Positronen sind die Antiteilchen
der Elektronen: elektrisch
positiv geladene, leichte
Elementarteilchen.
post-Newtonsche Näherung(en)
Für Situationen mit nur sehr schwacher Gravitation treffen Einsteins
Allgemeine Relativitätstheorie und Newtons Gravitationstheorie sehr ähnliche Vorhersagen über die Bewegung von Körpern und die Lichtausbreitung. Solche Situationen lassen sich daher beschreiben, indem man mit der Newtonschen Theorie beginnt und dann Schritt für Schritt Korrekturterme hinzufügt, mit denen die Effekte der Allgemeinen Relativitätstheorie berücksichtigt werden. Die post-Newtonsche Näherung ist ein Formalismus, der es erlaubt die entsprechenden Korrekturen systematisch zu bestimmen. Die Korrekturen sind dabei hierarchisch geordnet: Werden nur die gröbsten Abweichungen berücksichtigt, spricht man von der ersten post-Newtonschen Näherung (oder der post-Newtonschen Näherung erster Ordnung, 1pN), inklusive der nächst kleineren Korrekturen erhält man die zweite post-Newtonsche Näherung (2pN), und so fort.
Die post-Newtonsche Näherung findet Anwendung bei der Beschreibung der Planetenbewegungen und der Lichtausbreitung im Sonnensystem; sie wird außerdem verwendet, um die relativistischen Effekte in Doppelsternsystemen zu beschreiben, in denen sich zwei Neutronensterne umkreisen. Zudem ist die erste post-Newtonsche Näherung die Grundlage des so genannten PPN-Formalismus, eines wichtigen Werkzeugs zum Vergleich von Vorhersagen der Allgemeinen Relativitätstheorie mit den Ergebnissen von Beobachtungen.
Weitere Informationen zu den post-Newtonschen Näherungen bietet das Vertiefungsthema Schritt für Schritt von Newton zu Einstein.
Potential, potentielle Energie
Einem Körper, auf den Newtonsche
Gravitationskräfte wirken,
muss man eine Energie zuschreiben, die potentielle Energie
heißt. Überlässt man solch einen Körper sich
selbst, so beginnt er zu fallen, und die potentielle Energie wird in
Bewegungsenergie (Synonym: kinetische Energie) umgewandelt.
Die potentielle Energie ist gleich der Masse des
Körpers mal einer nur vom Ort abhängigen Größe, dem
Gravitationspotential.
Das Gravitationspotential ist eine
Möglichkeit, die Gravitationswirkung der beteiligten Massen
vollständig zu beschreiben. Das ebenfalls zur Beschreibung
nützliche Gravitationsfeld lässt sich direkt aus dem
Potential ableiten - es ist ein Maß dafür, wie sich das
Potential von Ort zu Ort ändert.
Potentiale lassen sich auch für elektrische und Magnetkraft
definieren. Auch für diese Wechselwirkungen ergibt sich das
zugehörige Kraftfeld daraus, wie sich das
Potential von Ort zu Ort ändert.
Potenz
In der Mathematik: die n-te Potenz der Zahl x, geschrieben xn, mit n einer ganzen Zahl, ist die Zahl x, n-mal mit sich selbst malgenommen:
x2=x·x, x3=x·x·x, usw.
Präzession, de Sitter-; geodätische Präzession
Die Achse eines Kreisels, auf den keine äußeren Kräfte wirken,
behält ihre Richtung im Raum mit großer Genauigkeit bei - Grundlage
beispielsweise für Kreiselkompasse. In einer
gekrümmten
Raumzeit, wie wir sie laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie rund um massive Objekte vorfinden, gilt dies freilich nicht mehr ganz: Die Achse eines frei fallenden Kreisels in einer Umlaufbahn um eine kugelförmige Masse zeigt nach jedem Umlauf in eine leicht andere Richtung als vorher. Dieser Effekt der allgemeinen Relativitätstheorie ist als de Sitter-Präzession oder
geodätische Präzession bekannt.
Proton
Positiv geladenes, vergleichsweise massives Teilchen; die Kerne
der Atome bestehen aus Protonen und Neutronen.
Protonen sind keine Elementarteilchen, sondern bestehen ihrerseits
aus Quarks, die von der
starken Kernkraft zusammengehalten
werden. Protonen, Neutronen und eine Reihe ähnlicher Teilchen
werden zusammengefasst als Baryonen
bezeichnet.
PSR1913+16
Ein bestimmter Doppelstern,
der aus zwei einander umkreisenden Neutronensternen besteht, von denen
einer ein Pulsar ist,
von dem wir hier auf der Erde regelmäßige Radiopulse auffangen können.
Aus Sicht der Allgemeinen
Relativitätstheorie ist das System nicht nur interessant, weil sich
an den Pulsen Effekte wie die relativistische
Lichtlaufzeitverzögerung mit sonst nicht erreichbarer Präzision
nachweisen lassen, sondern vor allem, weil er den ersten indirekten
Nachweis der Existenz von
Gravitationswellen liefert:
Die Umlaufzeit der Doppelsternpartner umeinander nimmt mit der Zeit
exakt so ab wie, man es im Rahmen der
Allgemeinen Relativitätstheorie aufgrund der Abstrahlung von Gravitationswellen erwarten würde.
PSR J0737-3029A/B
Der erste bekannte Doppelpulsar, entdeckt im Jahre 2003: Ein Doppelstern,
der aus zwei einander umkreisenden Neutronensternen besteht, die beide Pulsare sind, von denen wir hier auf der Erde regelmäßige Radiopulse auffangen können.
Messungen an diesem System erlauben hochgenaue Tests der Vorhersagen der Allgemeinen
Relativitätstheorie für relativistische
Lichtlaufzeitverzögerung, Lichtablenkung, Periheldrehung sowie einer systematischen Verkürzung der Umlaufzeit (die derzeit 2,4 Stunden beträgt) als Konsequenz der Abstrahlung von Gravitationswellen.
PTB
Siehe Physikalisch-Technische Bundesanstalt.
Pulsar
Rotierender Neutronenstern, von dem uns
regelmäßige Strahlungspulse erreichen. Der einfachste Mechanismus hinter
diesen Pulsen ist, dass der Pulsar enge Bündel von Strahlung aussendet, die das Weltall aufgrund der Drehung des Pulsars überstreichen wie die Lichtstrahlen eines Leuchtturms. Eine Illustration dieses Effekts findet sich auf der
Seite Neutronensterne und Pulsare im Kapitel Schwarze Löcher & Co. von Einstein für Einsteiger.
Punkt
"Elementarbaustein" von geometrischen Gebilden wie Flächen oder allgemeineren
Raum. Eine Fläche beispielsweise ist zunächst einmal die Summe aller ihrer Punkte, aller Orte auf der Fläche, und auch geometrische Gebilde in dieser Fläche sind durch ihre Punkte definiert - beispielsweise eine aus (unendlich vielen) Punkten gebildete Linie in der Fläche.
Pythagoras, Satz des
Für ein rechtwinkliges Dreieck in der Ebene oder in einem beliebigen anderen
flachen Raum gilt: Die Längen a und b der beiden Seiten, die im rechten Winkel aufeinanderstehen ("Katheten"), und die Länge c der dritten Seite ("Hypothenuse") hängen zusammen über die Formel
a2+b2=c2.
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