Quantenchromodynamik (QCD)
Quantentheorie
der starken Kernkraft und damit der starken Wechselwirkungen zwischen Quarks (oder Teilchen, die aus Quarks zusammengesetzt sind). Wie in relativistischen Quantenfeldtheorien üblich wird diese Wechselwirkung als Austausch von Botenteilchen verstanden; die Botenteilchen der starken Kernkraft sind die Gluonen.
Die Quantenchromodynamik ist eine der Sälen des
Standardmodells der Elementarteilchen.
Quanteneffekte
Physikalische Effekte, die sich nur im Rahmen der Quantentheorie beschreiben lassen.
Ein Beispiel ist der Tunneleffekt, zu dem es in der klassischen Physik keinerlei Entsprechung gibt.
Quantenelektrodynamik (QED)
Quantentheorie
der elektromagnetischen Kraft.
Die Wirkung dieser Kraft wird auf der Basis von
Botenteilchen
erklärt, den Photonen:
Wenn sich beispielsweise zwei Elektronen elektromagnetisch abstoßen dann,
weil sie miteinander Photonen austauschen, die die Abstoßung übertragen.
Die Quantenelektrodynamik ist ein Teil des
Standardmodells der Elementarteilchen.
Sie ist außerdem das einfachste Beispiel für eine
relativistische
Quantenfeldtheorie - eine Theorie, die die Prinzipien der
Quantentheorie und
der Speziellen Relativitätstheorie verknüpft.
Quantenfeldtheorie, relativistische
Theorie, die die Prinzipien der
Quantentheorie und
der Speziellen Relativitätstheorie verknüpft. Typisch für relativistische Quantentheorien
ist: Zu jeder Teilchensorte existiert eine Sorte von
Antiteilchen;
Kräfte werden durch den Austausch von
Botenteilchen
übertragen.
Einfachstes Beispiel für eine relativistische Quantenfeldtheorie ist die
Quantenelektrodynamik.
Quantengravitation
Theorie, die sowohl die Effekte und Gesetze der
Quantentheorie berücksichtigt wie auch die der
Allgemeinen Relativitätstheorie. Bislang gibt es noch keine vollständige Formulierung einer solchen Theorie; die bekanntesten Ansätze dafür sind die
Stringtheorie und die
Schleifen-Quantengravitation.
Einige Informationen zum Problem der Quantengravitation finden sich im Kapitel
Relativität und Quanten von
Einstein für Einsteiger ab der Seite Grenzen der Gravitation.
Informationen zu einer Reihe weiterer Aspekte der Quantengravitation finden sich bei den Vertiefungsthemen in der Kategorie Relativität und Quanten.
Quantenkosmologie
Gemäß der Urknallmodelle war die Energiedichte im frühen Universum kurz nach dem Urknall extrem hoch, und der gesamte Inhalt des heutzutage beobachtbaren Universums war auf ein winziges Volumen zusammengepresst, sehr viel kleiner als das Volumen eines Atomkerns. Unter solchen Bedingungen sollte die Quantentheorie einen mindestens ebenso großen Beitrag zur Beschreibung leisten wie die Allgemeine Relativitätstheorie, mit anderen Worten: Diese Frühphase unseres Kosmos lässt sich eigentlich nur mit Hilfe einer Theorie der Quantengravitation richtig beschreiben. Zur Quantenkosmologie zählen alle Versuche, die verschiedenen Kandidaten für solch eine Theorie der Quantengravitation auf die Kosmologie anzuwenden und das Universum als Ganzes als ein Quantensystem zu beschreiben.
Weitere Informationen finden sich im Vertiefungsthema Die Suche nach dem Quanten-Anfangszustand des Universums. Um quantenkosmologische Anwendungen der Schleifen-Quantengravitation geht es in den Vertiefungsthemen Den Urknall überspringen und Die gebändigte Dichte.
Quantenmechanik
Im allgemeineren Sinne: synonym zu
Quantentheorie.
Im spezielleren Sinne: Die Quantentheorie von Teilchen, die sich unter
dem Einfluss von Kräften bewegen - wobei die Teilchen als Quantenobjekte
beschrieben sind, die Kräfte dagegen nicht. Eine wichtige Anwendung der
Quantenmechanik ist die Physik der
Hüllen der Atome
(vulgo "Atomphysik"). Will man die Quantengesetze auch auf die Kräfte
selbst ausdehnen, gelangt man zu den relativistischen Quantenfeldtheorien.
Quantenphysik
Gesamtheit der Theorien, Modelle, Experimente und Anwendungen, die
auf den Gesetzen der Quantentheorie basieren.
Quantenteilchen
In der klassischen Physik kann man sich Teilchen als winzige Kugeln vorstellen, die sich zu
jedem Zeitpunkt an einem bestimmten Ort befinden. In der
Quantentheorie sind
(Quanten-)Teilchen dagegen weit flüchtiger. Es lässt sich allenfalls ein
abstrakter Zustand ausrechnen, der vorhersagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit
man ein Teilchen zu einem gegebenen Zeitpunkt an bestimmten Orten nachzuweisen
hoffen kann.
Quantentheorie
Sammelbegriff für physikalische Gesetze, die überall dort wichtig werden,
wo mikroskopische Größenskalen ins Spiel kommen - sei es, weil es um den
Aufbau der Materie geht, etwa in der Physik der Atome, Atomkerne oder
Elementarteilchen,
sei es im Zusammenhang mit ultragenauen Messungen wie denen an
Gravitationswellendetektoren.
Die Gesetze der Quantentheorie unterscheiden sich beträchtlich von dem,
was wir aus dem Alltag gewohnt sind und von den Vorstellungen der
klassischen Physik.
Erste ungewohnte Eigenschaft ist, dass die Quantentheorie in vielen Fällen
nurmehr Wahrscheinlichkeitsaussagen erlaubt:
In der klassischen Physik kann man Teilchen zu jedem Zeitpunkt
einen Ort und eine Geschwindigkeit zuordnen, und wer diese Größen
genau bestimmen kann, kann im Prinzip genau vorhersagen, wo sich die Teilchen
in der Zukunft aufhalten werden. In der Quantentheorie lässt sich einem
System von Teilchen nurmehr ein abstrakter Zustand zuordnen, aus dem sich
keine exakten Vorhersagen, sondern nur noch Wahrscheinlichkeiten dafür
ableiten lassen, ein bestimmtes Teilchen zu einem zukünftigen Zeitpunkt an
einem gegebenen Ort anzutreffen. Ob man das Teilchen wirklich an diesem
Ort antrifft, ist vom Zufall bestimmt. (Eine Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, bieten so genannte Pfadintegrale; siehe das Vertiefungsthema Auf allen möglichen Wegen zum Ziel.)
Zweite ungewöhnliche Eigenschaft ist, dass die Genauigkeit bestimmter
Messungen prinzipiell eingeschränkt ist (Heisenbergsche
Unschärferelation). Je genauer man beispielsweise den Ort eines Teilchens bestimmt, umso ungenauer werden die Aussagen, die sich über seine Geschwindigkeit treffen lassen.
Die dritte Eigenschaft hat der Quantentheorie ihren Namen gegeben:
Eine Reihe physikalischer Größen kommen in der Natur nur in winzigen Paketen
vor, den Quanten.
Elektromagnetische Strahlung etwa besteht in der Quantentheorie aus winzigen Lichtpaketen, den
Photonen.
Beispiele für Quantentheorien sind die Quantenmechanik und
relativistische Quantenfeldtheorien wie die Quantenelektrodynamik oder
die anderen Teile des
Standardmodells der Elementarteilchen.
Quantentunneln
Siehe Tunneleffekt.
quantisieren, Quantisierung
Quantisierung ist erstens der Vorgang, bei dem eine klassische Theorie in eine korrespondierende Quantentheorie überführt wird. Wer die klassische, Maxwellsche Elektrodynamik quantisiert, landet bei ihrer Quantenversion, der Quantenelektrodynamik.
Quantisieren bedeutet auch, eine physikalische Größe in Bausteine oder Pakete zu unterteilen. In der Quantentheorie ist beispielsweise
die Energie des Lichts quantisiert: eine gegebene Lichtmenge besteht aus einer endlichen Anzahl von Energiepaketen, so genannten
Photonen.
Quark
Elementarteilchen, das durch die starke
Kernkraft beeinflusst wird und in sechs Sorten vorkommt:
Up-Quark, Down-Quark, Strange-Quark, Charme-Quark, Bottom-Quark und
Top-Quark. (Die letzten beiden Sorten vereinzelt "Beauty" und "Truth"
genannt.)
Quarks sind die Bestandteile von Kernteilchen wie
Protonen und
Neutronen, und damit letztendlich der
Stoff, aus dem Atomkerne sind.
Quasar
Klasse von aktiven Galaxienkernen. Den Radioastronomen
ursprünglich nur als sehr helle Radioquellen aufgefallen, die am Himmel nicht viel größer waren als Sterne, daher der Name, eine Zusammenziehung von "Quasi-stellar radio source", quasi-sternartige Radioquelle.
QCD
Siehe Quantenchromodynamik.
QED
Siehe Quantenelektrodynamik.
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