Radar
Abkürzung des englischen "Radio Detection and Ranging", etwa: Nachweis und Abstandsbestimmung mit Hilfe von Radiowellen. Auf der Erde eingesetzt u.a. im Flug- und Schiffsverkehr; für die
Allgemeine Relativitätstheorie interessant, da sich durch an Planeten reflektierte Radarsignale beispielsweise die relativistische Lichtlaufzeitverzögerung nachweisen lässt.
Radioastronomie
Teilgebiet der Astronomie, das sich mit der Beobachtung
von Radiowellen beschäftigt, die uns aus den Tiefen des Alls erreichen. Solche Beobachtungen
haben beispielsweise zur Entdeckung der
Radiogalaxien,
der Quasare und
der Pulsare geführt.
Radiobereich
Abschnitt des Spektrums
elektromagnetischer Strahlung, der Frequenzen von einigen Tausend bis
einigen Milliarden Schwingungen pro Sekunde umfasst, entsprechend
Wellenlängen von
einigen Kilometern bis einigen Zentimetern. Wie der Name schon sagt: Dies
sind die elektromagnetischen Wellen, dank derer Radio- und Fernsehsendungen
vom Funkturm über Antennen ins Empfangsgerät gelangen. Auch die
Beobachtungen kosmischer Radiowellen im Rahmen der
Radioastronomie hat sich als äußerst interessant erwiesen.
Radiogalaxie
Eine Variante der aktiven Galaxienkerne,
junger Galaxien, deren Zentralbereich
extrem viel Energie abstrahlt. Radiogalaxien zeichnen sich durch
sehr hohe Radioabstrahlung aus (größer als
1035 Watt), deren Quellen auch außerhalb des
sichtbaren Teils der Galaxie liegen. Üblicherweise stehen dahinter
Radioblasen, Gasbereiche, die von sogenannten
Jets zum Leuchten angeregt werden.
Energiequelle ist nach heutiger Auffassung das
supermassive Schwarze Loch
im Galaxienkern.
Radioteleskop
Antenne, die Astronomen verwenden, um damit
Radioastronomie zu betreiben, also etwa Pulsare oder Radiogalaxien zu beobachten.
Radiowellen
Elektromagnetische Wellen
mit Frequenzen von einigen Tausend bis
einigen Milliarden Schwingungen pro Sekunde, entsprechend
Wellenlängen von
einigen Kilometern bis einigen Zentimetern. Wie der Name schon sagt: Dies
sind die elektromagnetischen Wellen, dank derer Radio- und Fernsehsendungen
vom Funkturm über Antennen ins Empfangsgerät gelangen. Auch die
Beobachtungen kosmischer Radiowellen im Rahmen der
Radioastronomie hat sich als äußerst interessant erwiesen.
Raum
Im engeren Sinne: Der Raum, wie wir ihn aus dem Alltag
kennen - die Gesamtheit aller Orte, an denen sich Objekte befinden können,
ein Gebilde mit drei Dimensionen.
Im allgemeineren Sinne sind in der Mathematik auch allgemeinere Punktmengen
Räume - eine Linie beispielsweise, eine Punktmenge mit nur einer Dimension,
oder eine zweidimensionale Fläche, aber auch höherdimensionale Räume. In solchen Räumen muss zudem nicht zwangsweise die
Euklidische Geometrie gelten, wie sie in den Schulen gelehrt wird, es kann sich auch
aum allgemeinere, verzerrte Gebilde handeln, etwa um Räume mit
Krümmung.
Raumkrümmung
Siehe Krümmung.
Raumzeit
Bereits im Rahmen der Speziellen Relativitätstheorie kommen relativ zueinander bewegte Beobachter zu unterschiedlichen Ergebnis, wenn es darum geht, ob zwei Ereignisse gleichzeitig stattfinden oder wie weit entfernt voneinander zwei Objekte sind. Vom Beobachter unabhängig ist dort nur die Gesamtheit von Raum und Zeit, die Gesamtheit aller Ereignisse, die irgendwo im Raum zu irgendwelchen Zeitpunkten stattfinden, eben die Raumzeit. Wie diese Raumzeit in Zeit und Raum zerlegt wird, variiert von Beobachter zu Beobachter.
Der Raum, den wir aus dem Alltag gewohnt sind, hat drei
Dimensionen. Nimmt man die Zeit hinzu, dann kommt damit auch eine weitere Dimension hinzu - die
Raumzeit hat insgesamt vier Dimensionen.
Die Idee der Raumzeit ist zudem ein Grundbaustein der Allgemeinen Relativitätstheorie. Analog dazu,
wie eine Ebene
flach ist, eine
Kugelfläche dagegen gekrümmt, treten in der Allgemeinen Relativitätstheorie
gekrümmte und verzerrte Versionen der einfachen Raumzeit der Speziellen
Relativitätstheorie auf. Krümmung ist in der Allgemeinen Relativitätstheorie mit dem Vorhandensein von Gravitation verbunden.
Eine Einführung in die Grundideen der beiden Relativitätstheorien bieten die Kapitel Spezielle Relativitätstheorie und Allgemeine Relativitätstheorie von
Einstein für Einsteiger. Mit Analogien zwischen Raumzeit und Alltagsraum beschäftigen sich zwei Vertiefungsthemen: Mit einem Raum-Analogon zur
Zeitdilatation das Thema
Zeitdilatation und Wanderschaft, mit dem Zwillingsproblem das Thema
Zwillinge und Wanderer.
Raumzeitgerade
In der Speziellen Relativitätstheorie: Eine Weltlinie eines Objektes, dass sich
mit konstanter Geschwindigkeit auf einer geraden Bahn bewegt. Das
Raumzeit-Analogon zu Geraden im Raum oder in der Fläche.
Raumzeitkrümmung
Siehe Krümmung.
Raumzeitsingularität
Siehe den Eintrag Singularität, Raumzeitsingularität.
Rekombination, Rekombinationsphase
Phase bei einem Weltalter von
etwa 300 000 Jahren, in dem das durch die
Urknallmodelle beschriebene Universum bei seiner Expansion kalt genug geworden war, so dass sich
Atomkerne und
Elektronen zu
Atomen verbinden konnten, ohne gleich wieder aufgespalten zu werden. Die Etymologie von "Re-Kombination" ist missverständlich - es handelte sich eher um eine Erst-Kombination dieser Teilchen zu Atomen. Bei diesem Prozess koppelte sich außerdem das Geschick
der kosmischen Hintergrundstrahlung von dem des restlichen Universums ab.
relativistisch
Modelle, Effekte oder Phänomene, bei denen die
Spezielle Relativitätstheorie
oder die Allgemeine Relativitätstheorie eine Rolle spielen, heißen relativistisch.
Beispiele sind die relativistische Massenzunahme als ein Effekt der Speziellen Relativitätstheorie und die relativistische Lichtlaufzeitverzögerung als ein Effekt der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Außerdem werden Bedingungen, unter denen die Unterschiede zwischen der relativistischen Physik und ihren klassischen Vorgängertheorien besonders ausgeprägt sind, als relativistisch beschrieben. Wenn beispielsweise Objekte Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit erreichen, so dass Effekte wie relativistische Massenzunahme oder Zeitdehnung sehr deutlich werden, spricht man auch von relativistischen Geschwindigkeiten; niedrige Geschwindigkeiten, in denen die relativistischen Effekte kaum messbar sind, heißen nichtrelativistisch.
relativistische Mechanik
Siehe Mechanik, relativistische.
Relativitätsprinzip
Grundprinzip der Speziellen Relativitätstheorie: für zwei mit konstanter Geschwindigkeit gegeneinander bewegte
Beobachter
(genauer: Inertialbeobachter) sind die Gesetze der Physik dieselben. Es gibt kein Schlüsselexperiment, anhand dessen man
argumentieren könnte, einer dieser Beobachter sei absolut "in Ruhe" - in Bezug auf die Physik sind alle Beobachter gleichberechtigt, jeder kann sich selbst mit dem gleichen Recht als in Ruhe betrachten, und letztendlich gibt es nur
Bewegungen der verschiedenen Beobachter relativ zueinander - zumindest, was Bewegungen mit konstanter Geschwindigkeit angeht.
Eine Einführung in die von Einstein gezogenen Konsequenzen
des Relativitätsprinzips bietet das Kapitel Spezielle Relativitätstheorie von Einstein für Einsteiger.
Relativitätstheorie(n)
Die auf Albert Einstein zurückgehenden Theorien von Raum und Zeit: Die
Spezielle Relativitätstheorie, in der die
Gravitation außen vor bleibt, und die Allgemeine Relativität, in der die Gravitation als Verzerrung von Raum und Zeit in Erscheinung tritt.
Eine Einführung in die Grundideen der beiden Relativitätstheorien bieten die Kapitel Spezielle Relativitätstheorie und Allgemeine Relativitätstheorie von
Einstein für Einsteiger.
Viele weitere Informationen zu den Relativitätstheorien und der auf ihnen basierenden relativistischen Physik bieten unsere Vertiefungsthemen.
Resonanzdetektor
Detektor für Gravitationswellen, bei dem es darum geht, den Einfluss dieser Wellen auf eine in sich schwingende Testmasse nachzuweisen.
Das Funktionsprinzip der Resonanzdetektoren wird im Vertiefungsthema
Schwingende Körper beschrieben.
Riccisingularität
Eine besondere Art von Raumzeitsingularität (also einer Grenze, an der die Raumzeit endet), die mit unendlich hoher Energiedichte assoziiert ist.
Weitere Informationen über die verschiedenen Arten von Singularitäten bietet das Vertiefungsthema Raumzeitsingularitäten.
Röntgenastronomie
Teilgebiet der Astronomie, das sich mit der Beobachtung
von Röntgenstrahlung beschäftigt, die uns aus den Tiefen des Alls erreicht. Sehr heiße Materie sendet solche Strahlung als Wärmestrahlung aus, und so zeigen
sich im Röntgenlicht beispielsweise die heißen Gase in den
Akkretionsscheiben von Schwarzen Löchern.
Röntgenlicht, Röntgenstrahlung
Synonym: Röntgenwellen und (insbesondere in der Astronomie) Röntgenlicht.
Elektromagnetische Wellen
mit Frequenzen von einigen 100 Billiarden bis 100 Trillionen Schwingungen pro Sekunde, entsprechend
Wellenlängen von
einigen Milliardstel bis Billionstel Metern. Im Alltag vor allem als medizinisches Werkzeug bekannt - mit Hilfe von Röntgenstrahlung lassen sich Bilder vom Körperinneren erstellen.
Rotverschiebung
Die Frequenz einer einfachen Lichtwelle
hängt direkt mit ihrer Farbe zusammen (siehe auch:
Spektrum). Niederfrequentes Licht entspricht
der Farbe Rot. Verändert sich die
Frequenz einer einfachen Lichtwelle hin zu niedrigeren Frequenzen
(etwa durch den Dopplereffekt), dann
entspricht das einer Verschiebung in Richtung auf das rote Ende
des Spektrums und wird daher Rotverschiebung genannt.
Von diesem Ausgangspunkt aus hat sich die Bezeichung "Rotverschiebung"
für eine Frequenzerniedrigung allgemein eingebürgert und wird
auch für elektromagnetische Strahlung verwandt, deren Frequenzen überhaupt
keiner sichtbaren Farbe mehr entsprechen, noch allgemeiner auch für andere
Arten von Wellen (etwa Gravitationswellen).
Im Rahmen der allgemeinen Relativiätstheorie ist insbesondere die
kosmologische
Rotverschiebung interessant.
Ruhemasse
In der Speziellen Relativitätstheorie ist die träge Masse eines Objekts davon abhängig,
wie schnell es sich relativ zum Beobachter bewegt. Die Ruhemasse ist die träge Masse eines Objekts, gemessen von einem relativ zu diesem Objekt ruhenden Beobachter. Mit dieser Definition ist die Ruhemasse so etwas wie ein Maß für den Materieinhalt des Körpers.
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