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Fazit

Der kurze Streifzug durch die spezielle Relativitätstheorie zeigt, wie sehr diese Theorie unseren Alltagsvorstellungen von Raum und Zeit widerspricht. Bewegte Uhren gehen anders, die Lichtgeschwindigkeit ist für alle (Inertial-)Beobachter dieselbe, das Ergebnis von Längenmessungen hängt davon ab, wer sie vornimmt - all das ist für uns sehr ungewohnt. Dass dem so ist, und dass uns die relativistischen Effekte nicht im Alltag begegnen, liegt im wesentlichen daran, dass die Lichtgeschwindigkeit, verglichen mit den Geschwindigkeiten, die wir aus dem Alltag kennen, sehr groß ist. Die Abweichung der relativistischen Effekte von unserer Alltagserfahrung hängt aber direkt vom Verhältnis der betreffenden Relativgeschwindigkeit zur Lichtgeschwindigkeit ab; für die Geschwindigkeiten beispielsweise, mit denen wir in Flugzeugen fliegen, ist die Zeitdilatation so gering, dass man sie nur mit hochgenauen Atomuhren nachweisen kann.

Die Spezielle Relativitätstheorie stellt einen Rahmen dar, in den sich andere physikalische Gesetze einbetten lassen. Geradezu maßgeschneidert ist sie zur Einbettung der Naturgesetze der elektrischen Ladungen, der elektrischen und der magnetischen Kräfte etwa, die so genannte Maxwellsche Elektrodynamik. Auch die Verbindung von Spezieller Relativitätstheorie und Quantentheorien hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen; sie wird im Kapitel Relativität und Quanten angesprochen.

Nur eine Kraft wollte sich partout nicht von der speziellen Relativitätstheorie vereinnahmen lassen: die Schwerkraft. Dieser Umstand führte Einstein schließlich zur Formulierung einer noch weiterreichenderen Naturbeschreibung: seiner allgemeinen Relativitätstheorie.

Im Rahmen von Einstein für Einsteiger geht es konsequenterweise weiter mit Kapitel 2: Die Allgemeine Relativitätstheorie

Wer erst noch tiefer in die Spezielle Relativitätstheorie einsteigen will, hat die Möglichkeit, sich zuerst die Vertiefungsthemen zur Speziellen Relativitätstheorie anzuschauen.